meine
Arbeitsweise
Gestalttherapie
Das Ziel einer gestalttherapeutischen Behandlung ist ein emanzipatorisches: Es geht um Selbstermächtigung.
Der Weg zu mehr psychischem Wohlbefinden bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Ich sehe mein Gegenüber als Expertin für das eigene Er-Leben und gebe nicht vor, den besseren oder gesünderen Weg zu kennen. Stattdessen begleite ich meine Klient*innen auf Augenhöhe auf ihrem Weg zu mehr Selbstermächtigung. Im besten Fall führt die gestalttherapeutische Reise zu einer umfassenderen Selbstwahrnehmung, höherem Gewahrsein und mehr Möglichkeit zur Verantwortungsübernahme für das eigene Leben.
Ich sehe psychopathologische Symptome nicht als Störungen an, die beseitigt werden müssen, sondern als kreative Strategien im Umgang mit überfordernden Lebensumständen. Zu unbewussten Routinen geworden, sind sie häufig unserem unmittelbaren Einfluss entzogen, wirken aber auf das eigene Erleben ein. Aus der Zeit gefallen, führen sie zu inneren oder äußeren Konflikten.
Die Gestalttherapie setzt am Gewahrwerden dieser Verhalten- und Erlebensweisen an. Es geht darum, sich mit allen Facetten des eigenen Seins zu befassen. Dabei geht es nicht nur um kognitive Erkenntnisse. Gestalttherapie lädt zum Nachspüren emotionaler und körperlicher Empfindungen ein. Mit der Unterstützung der Therapeut*in kann es im geschützten Raum der Psychotherapie gelingen, das Wagnis eingehen sich mit ungewohnten und dadurch häufig angsteinflößenden Seiten zu spüren. Im besten Fall gelingt es, sich auch mit unliebsamen eigenen Seiten empathisch zu verbinden und sie damit ins eigene Erleben zu integrieren. Die Würdigung biographischer Hintergründe, die eigene Anteilnahme für das eigene Gewordensein spielt hier eine zentrale Rolle. Schließlich bietet die Gestalttherapie auch Experimente an, um sich neu zu erleben und dabei zu sich selbst zu finden.
Als Therapeutin halte ich einerseits den sicheren Rahmen und stelle mich andererseits in diesem Geschehen als Gegenüber zur Verfügung. Meine Expertise liegt also Gewahrsein des aktuellen Geschehens im Hier und Jetzt der therapeutischen Begegnung. Ich interessiere mich für die jeweils einzigartige biographische Geschichte und verbinde mich empathisch mit dem Gewordensein meines Gegenübers. Ich bringe mich mit meiner Erfahrung, meinem Fachwissen und meiner Menschlichkeit in die vertrauensvolle therapeutische Beziehung ein. Dabei biete ich keine vorgefertigten Lösungen und sehe mich als Begleitung auf Augenhöhe.
Für mehr Informationen zum Verfahren:
https://ddgap.de/gestalttherapie/
Traumafachberatung
In der Fachberatung für Psychotraumatologie unterstütze ich Betroffene potenziell traumatischer Erlebnisse im Umgang mit den Traumafolgen. Ziel der Beratung ist es, wieder mehr Kontrolle über das eigene Er-Leben zu erhalten und Normalität im Alltag wieder soweit wie möglich wiederherzustellen.
Der Fokus der Beratung liegt also nicht auf der Auseinandersetzung mit dem traumatischen Auslöser, sondern auf der einfühlsamen Begleitung zu mehr Selbstermächtigung im Umgang mit den Folgen. Es geht darum, sich innerlich soweit zu festigen, um im nächsten Schritt eine Konfrontation mit dem Geschehenen zu ermöglichen. Dafür benötigt unser System, unsere Psyche erst einmal Stütze, um eine mögliche Retraumatisierung zu verhindern.
Der Fokus liegt dabei darauf, sich nicht als Opfer zu fühlen, aus der Betroffenheit herauszutreten in ein kraftvolles Erleben der eigenen Potenziale als Überlebende einer zutiefst erschreckenden Situation.